Luftwärmepumpe

Was ist beim Aufstellen einer Wärmepumpe unbedingt zu beachten?

Luftwärmepumpe

Aufgrund der aktuellen Diskussion um moderne Formen der Wärmeerzeugung steigen die Fragen rund um Luftwärmepumpen im Außenbereich stark an. Hier möchte ich einige Themen aufgreifen, die beim Aufbau einer Wärmepumpe im Neubau oder auch bei der Sanierung helfen können.

Aufstellort

Der Aufstellst sollte nicht zu weit entfernt von der Wärmeverteilung bzw. der Inneneinheit der Wärmepumpe im Heizungskeller sein, um Verluste der Medienleitungen zu vermeiden. Ebenfalls müssen sogenannte Schutzbereiche rund um die Wärmepumpe beachtet werden. Innerhalb der Schutzbereiche dürfen keine Zündquellen wie Schütze, Lampen oder elektrische Schalter angeordnet sein. ebenfalls dürfen in. diesen Beriechen keine Öffnungen um Gebäude wie z.B.. Lüftungsgitter o.ä. vorhanden sein. Je nach Hersteller kann der Schutzbereich bis zu 1,0 m betragen. Hier ist dringend die Auftsellanleitung des Herstellers zu beachten.

Fundament

Die Aufstellung im Freien sollte unbedingt auch den Herstellervorgaben ausgeführt werden. In der Regel werden die Wärmepumpen auf frostfrei gegründete Betonsockel (Betonfertigteilstufen o.ä.) gesetzt. Wichtig ist zu beachten, dass es zu keinem Verbund mit der Kellerwand oder anderen Fundamenten kommt. Dies kann zu Übertragung von Körperschall kommen. Auch ist der korrekte Kondensatablauf und die Zuführung der Medien zu beachten. Bei der Verrohrung ist drauf zu achten, dass genug Platz für ausreichende Radien und die notwendige Isolierung vorhanden sind.

Hauseinführung

Die Medieneinheiten der Wärmepumpe werden meistens unterirdisch in den Keller eingeführt. Hier ist einiges zu beachten. Meistens gibt es beim Keller zwei unterschiedliche System der Abdichtung:

  • weisse Wanne aus Beton („Wasserdichter Beton“, WU-Beton)
  • Schwarzabdichtung bei Keller aus beton oder Mauerwerk

Bei der weissen Wanne wird eine Kernbohrung ausgeführt und eine kompletter Dichtungssatz eingebaut. Hier gibt es viele Systemlösung. Beispielhaft ist hier mal das System Curaflex Nova von  Dogma dargestellt:

Curaflex Nova

Bei eine Schwarzabdichtung muss das Dichtungssystem in die Abdichtung mit eingebunden werden. Auch hier gibt es verschiedene System. Hier wieder ein Beispiel von Dogma mit dem System Curaflex Nova mit einem Futterohr:

 

Es gibt aber natürlich auch noch andere Hersteller. Vor der Installation muss man natürlich unbedingt die Einbauanleitung lesen.

Schall

Eine (Luft-)Wärmepumpe besteht im wesentlichen aus einem Ventilator der sich in verschiedenen Drehzahlen dreht. Dadurch entsteht ein Geräusch. Dieser „Lärm“ hat folgende Quellen:

  • Ventilator zur Aussenluftansaugung
  • Verdichter
  • Rohrleitungen
  • Luftkanäle
  • Schwingungen der Verkleidung

Von den Wärmepumpen darf im Betrieb keine schädlichen Umwelteinwirkungen (z.B. Lärm) ausgehen. Die Angaben zum Schall findet man in der Betriebsanleitung oder den Aufstellrichtlinien des Herstellers Stichwort „Schallleistungspegel“. Es gibt bei den Geräten auf dem Markt große Unterschiede. Bei der Anschaffung sollte dies eines der wichtigen Kriterien sein. nachträgliche schallreduzierende Maßnahmen sind schwer umzusetzen und mit hohem finanziellen Aufwand verbunden.

Man unterscheidet zwei Arten von Schallimmison: Luftschall und Körperschall

Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten, erreichen das Ohr des Menschen über die Luft und wirken dann als Körperschall. Körperschall breitet sich über die verbundenen Installationsbauteile aus und kann von diesen Bauteilen auch wieder als Luftschall weitergeleitet werden.

Empfehlung zur Aufstellung:

  • Geräte im Gebäude aufstellen (z.B. Garage)
  • Geräte auf abgewandter Seite vom Eingenen Haus und Nachbarn aufstellen
  • Schallrefelexion vermeiden (Mauern o.ä.)
  • Gerät schalloptimiert ausrichten

Welche Schallschutzmaßnhamen gibt es?

  • geräuscharme Vetnilatoren
  • Schalldämpfer in den Lüftungskanälen
  • Isolierung oder Kapseln der Rohrleitungen
  • Entwöhnung der Verkleidungsbleche
  • Kapseln oder Einhausung der gesamten Geräte
  • Montage der Geräte mit Schallentkopplung (Gummipuffer)
  • Trennung der Fundamente

Als verbindliche Rechtsvorschrift gilt in Deutschland die TA-Lärm. Aus der TA-Lärm ergeben sich folgende Grenzwerte (maximale Immisionswerte) außerhalb von Gebäuden:

  • reines Wohngebiet Tags 50 dB(A), Nachts 35 dB(A)
  • allgemeines Wohngebiet Tags 55 dB(A), Nacht 40 dB(A)

Diese Werte gelten üblicherweise für schutzbedürftige Räume wie Wohn- und Schlafräume, Kinderzimmer oder Arbeitszimmer/Büros. Eine Messung erfolgt 0,5 m vor dem Fenster eines der schutzbedürftigen Räume.

Bei der Aufstellung von Luftwärmepumpen ist der Abstand zum Nachbarn entscheiden, je weiter die schutzbedürftigen Räume entfernt liegen, desto geringer sind die Schallimmisionen der Wärmepumpe.

Wenn von diesen Werten abgewichen wird, kommt es meist zu juristischen Problemen und Auseinandersetzung mit den Nachbarn.

Ein gutes Gefühl für das Thema Lärm gibt es gut dem Schallrechner des Bundesverband Wärmepumpen e.V..

Umgebung

In unmittelbarer Umgebung sollte keine Pflanzen oder Bauteile befinden, die den Luftstrom der Wärmepumpe behindern. Der Abstand ist in der Regel in der Aufstellanleitung des Herstellers angegeben. Bei einigen Herstellern wird der Abstand zu angrenzenden Bauteile dreiseitig (nicht an der Rückseite der Anlage) mit mindestens 1,0 m angegeben.

Baurecht

Die Aufstellung von Wärmepumpen ist in Baden-Württemberg verfahrensfrei. Nach §50 der Landesbauordnung un dem Anhang Ziffer 3 b) benötigt man keinen Bauantrag. Allerdings müssen die Baumaßnahmen natürlich den Vorgaben des öffentlichen Rechts entsprechen und korrekt umgesetzt werden.

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Batteriespeicher Photovoltaik im Keller? Geht das?

Was ist ein Photovoltaikspeicher?

Ein Photovoltaikspeicher oder auch Stromspeicher ist ein Energiespeichersystem, das in Verbindung mit Photovoltaikanlagen (Solaranlagen) verwendet wird. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um. Ein Photovoltaikspeicher ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom zu speichern, anstatt ihn sofort ins Stromnetz einzuspeisen. Dieser gespeicherte Strom kann dann bei Bedarf genutzt werden, insbesondere wenn die Sonne nicht scheint, wie zum Beispiel während der Nacht oder an bewölkten Tagen.

(Quelle IBC Solar)

Es gibt verschiedene Arten von Photovoltaikspeichern, darunter Batteriespeicher, die häufig in Haushalten oder kleinen Unternehmen eingesetzt werden. Diese Speicherbatterien speichern den überschüssigen Solarstrom, der tagsüber erzeugt wird, und stellen ihn bei Bedarf zur Verfügung. Dies ermöglicht eine effizientere Nutzung von Solarenergie und reduziert die Abhängigkeit von konventionellen Stromquellen.

Ein Batteriespeicher in einem Wohnhaus hat üblicherweise eine Kapazität von 5-10 kW. Die Dimensionierung erfolgt in Abhängigkeit der gewünschten Anwendung. Soll nur der Haushalt versorgt werden oder auch ein Elektroauto geladen werden.

Batteriespeicher besten in der Regel aus Lithium-Ionen- oder Bleibatterien (früher).

Der Einsatz von Photovoltaikspeichern trägt dazu bei, die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie zu erhöhen und den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms zu maximieren, was wiederum zu einer nachhaltigeren Energieversorgung beiträgt.

Wo kann man eine Stromspeicher im Haus aufstellen?

Grundsätzlich lässt sich ein Stromspeicher überall aufstellen. Aber natürlich bietet sich der Technik oder Hausanschlußraum dafür an. Grundsätzlich sind die Herstellervorgaben zu beachten. Diese findet man in der Regel in der Betriebs- und Aufbauanleitung. Meist macht es Sinn, wenn der Wechselrichter im gleichen Raum montiert wird.

Gibt es Brandschutzvorschriften für einen Hausspeicher?

In Deutschland gibt es 16 Bundesländer und somit (leider) auch 16 Bauordnungen, die zu beachten sind. In den Bauordnungen gibt es (noch) keine Vorgaben zu der Aufstellung. von Batteriespeichern in Wohngebäuden.

Was passiert wenn eine Batteriespeicher brennt.

Batteriespeicher bergen aufgrund Ihrer Bauweise eine gewisse Brandgefahr. Gründe für die Brandentstehung könne technische Defekte, beschädigte Batteriezellen oder nicht fachgerechte Montage sein. Wenn Stromspeicher brennen, entsteht sehr viel Raum und vor allem schädliche Gase. Für die Feuerwehr ist der Brand eines Batteriespeichers in einem Wohnhaus eigentlich keine unlösbare Aufgabe. allerdings benötigt sie für das Löschen sehr viel Wasser, was unweigerlich zu einem großen Schaden führt. Ebenfalls entsteht viel Rauch, der dann natürlich auch des Rest des Hauses stark beschädigen kann.

Was kann man empfehlen?

Eine generelle Empfehlung ist schwierig, aber grundsätzlich gibt es einige Dinge die man tun kann, um einem Schaden vorzubeugen:

  • Montage eines Rauchwarnmelders in dem Aufstellraum des Stromspeichers ist sinnvoll um Bewohner zu alarmieren und eine rechtzeitige Räumung zu ermöglichen. Die Bewohner müssen dann telefonisch die Feuerwehr benachrichtigen.
    eine Funkvernetzung mit anderen Rauchwarnmeldern im Haus kann sinnvoll sein, damit man den Alarm auch wahrnimmt.
  • Der Raum sollte ein Fenster haben. Dies ermöglicht im Brandfall eine Rauchableitung.
  • Eine selbstschliessende oder auch eine selbstschliessende feuerhemmende Brandschutztür (T30) stellt sicher, dass sich das Brandereignis auf den Aufstellraum begrenzt und sich nicht im Haus ausbreitet. Die Tür muss natürlich geschlossen sein.

Interesse?

Gerne berate ich Sie zu den Themen und freue mich auf den Kontakt mit Ihnen. Rufen Sie gerne an: